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Landmannalaugar

25.06.-27.06.2004

Die heißen Quellen der Männer vom Land

Wir nutzten unser verlängertes Wochenende um endlich mal wieder nach Landmannalaugar zu fahren. Die Wetterprognosen standen alles andere als gut. Aber was soll´s. Wir wollten einfach raus. So packten wir alles Notwendige in unseren Nissan und machten uns auf den Weg. Wir fuhren die Straße 26 bis zum Abzweig F225, dem Landmannaleið. Dann folgt man diesem Weg einfach bis zum Ziel. Der Weg ist schön. Zu Beginn bewegt man sich im Schatten der Hekla, die wir ja Anfang des Monats erklommen hatten. Die Strecke führt durch Sandwüsten, wie sie schöner nicht sein können. Es ist wie in einem großen Aschetal. Dann wechselt die Szenerie und grünbewachsene steile Berghänge, mit schneebedeckten Spitzen umgeben einen. Kleine Seen liegen dazwischen und der ein und andere kleine Fluss muss gequert werden. Aber nichts dramatisches.  

Sandwüste

Kurz bevor man nach Landmannalaugar gelangt, mit Zeltplatz und Hütten, muss ein etwas größerer Fluss gequert werden. nicht sehr breit, dafür aber etwas stufig und tiefer. Dazu regnete es seit Tagen, so dass man nicht genau wusste, was einen erwartet. Ein Auto kam gerade von der anderen Seite, gute Gelegenheit zu beobachten wie sie dadurch fuhren. Dann frohen Mutes packten wir auch diese Stelle. Es regnete in Strömen. Oberhalb von 700m schneite es sogar. An unsere geplante Wanderung nach Hrafntinnusker war nicht mehr zu denken. So besuchten wir Nina und Smári die wir im letzten Urlaub kennenlernten, sie betreiben diesen Buskiosk in Landmannalaugar. Wir plauschten kurz beim Kaffee bevor wir einen kleinen Spaziergang machten. die Hütte Höll Da nun wirklich kein Wanderwetter war und die Hütten voll belegt, fuhren wir einfach so ein wenig durch die Gegend. Dabei entdeckten wir in einem Seitental in der Ferne eine kleine Hütte. Es ist wieder mal so ein Sæluhús namens Höll, eine Hütte die ganzjährig jedem zur Verfügung steht. Einzige Bedingung, die Hütte ordentlich zu verlassen. Sie lag sehr romantisch. So fuhren wir ran und zogen ein. Ein paar Pritschen, Waschbecken und Tisch und Stühle. Dazu ein Wasserkanister. Das war der ganze Luxus. Naja wir hatten alles dabei. So packten wir die Schlafsäcke aus, legten ein Decke auf den Boden und zauberten erst einmal einen Grog. Denn die Temperaturen lagen nur so um 6 Grad. Draußen tobte dazu ein Sturm. So dass nicht gerade ein Hitzewelle durchs Haus zog. Nach einem  warmen Essen ließen wir uns in unsere Schlafsäcke fallen und schliefen gut. Nächsten Morgen sah es nicht viel anders aus. Es regnete nach wie vor. So wurde aus dem geplanten Wanderwochenende eben ein Jeepwochenende. Wir suchten uns eine andere Strecke und fuhren von Landmannalaugar aus die F208 Richtung Hrauneyjar. Der Regen hörte auf und so konnten wir die Fahrt durch endlose Sandwüsten genießen. Als Kontrast im Hintergrund die grünen moosbewachsenen Berge. Eine richtig schöne Strecke. Bei Hrauneyjar besteht auch die Möglichkeit zu übernachten. Wir machten dort nur einen kurzen Mittagsstop mit isländischer Fleischsuppe.

PferdeNun hatten wir noch den ganzen Nachmittag Zeit. Also beschlossen wir, uns eine schöne Piste rauszusuchen, die wir dann erobern wollten. Wir fuhren den Weg zur Hekla. Auf dem Landmannaleið F225 kommt ein Abzweig, dieser Weg führt dann direkt zur Hekla. Wir fuhren einfach weiter und begaben uns auf den Krakatindsleið. Richtig spannende Jeeppiste. Quer durch Lavafelder, wo man teilweise glaubte, die Lavabrocken sind einfach zu hoch und dann weiter über weglos scheinende Hochplateaus. Wieder trafen wir niemanden auf unserer Runde, außer einer großen Pferdeherde. Nach gut 1,5 Stunden gelangt man auf die F225. So ging dann auch unser Jeepwochenende zu Ende. Schnurstracks fuhren wir zurück nach Reykjavík.

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